Das Positive zuerst: die Sonne schien und bei frühlingshaften Temperaturen im November zeigten die "Socca Juniors" eine der besten ersten Halbzeiten der Großfeldära und hatten den sichtlich überraschten Gastgeber zunächst voll im Griff, gingen nach einer Ecke früh nach fünf Minuten durch Sven in Führung, versäumten es aber mal wieder bei weiteren Großchancen die Vorentscheidung selbst herbeizuführen.
Sven macht das 0:1, nachdem Markus bei einer Ecke nachsetzte und der Keeper nur abklatschen konnte.
So sah sich der von Neuperlach gestellte Pfeifenmann gefordert, der Heimmannschaft zunehmend Vorteile zu verschaffen, was dann in einem lächerlichen Elfmeterpfiff fünf Minuten vor der Pause gipfelte, wobei anzunehmen ist, dass der selbe Spielervater schon beim Spiel in Kirchheim ähnliche Schützenhilfe leistete. Lachen konnten die Juniors allerdings nicht über diesen unverdienten Ausgleich.
Kaum war der Strafstoß verwandelt, da erschien auch "schon" der eigentlich eingeteilte offizielle Schiedsrichter und die Taufkirchener Fans hofften nun auf eine neutrale Spielleitung eines Regelkundigen.
Der verwies dann auch gleich aufs Regelwerk zur Begründung der gelben Karte gegen Markus, der sich vor Ausführen eines Freistoßes noch schnell vor den Ball stellte. Der folgende Freistoß brachte nichts ein und so ging man mit einem für die Neuperlacher mehr als schmeichelhaften Unentschieden in die Pause.
Gleich nach dem Wiederanpfiff kamen die Juniors zu zwei guten Chancen, die aber erneut vergeben wurden und Neuperlach fand langsam ins Spiel zurück, da die Taufkirchener ihren Gegenspielern nun zu viel Platz ließen und diese beginnen konnten, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen.
Dem 2:1 des SVN in der 34. Minute ging ein klares Foul des Stürmers am Gegenspieler voraus, dessen Rückpass zu Maxi daher zu kurz geriet und abgefangen wurde, wobei zunächst der Pfosten für den bereits geschlagenen Torwart rettete, der Nachschuss aber den Weg ins Netz fand.
Und in der 45. Minute schlug die große Stunde des Referees, die die endgültige Entscheidung gegen die Gäste bringen sollte. Der Freistoßpfiff an der Strafraumgrenze mag berechtigt gewesen sein (allerdings war der Stürmer vorher beim Zuspiel wohl im Abseits) und Maxi hätte den Ball sicher nicht so zurückwerfen sollen, aber statt eines Feldverweises hätte es eine gelbe Karte oder - wenn überhaupt - die im Juniorenbereich vorgesehene fünfminütige Zeitstrafe auch getan. Philiph ging ins Tor und der SV-DJK musste die gesamte verbleibende Spielzeit in Unterzahl durchstehen.
Die Luft war damit für die "Socca Juniors" raus aus der Partie und so fielen noch zwei weitere Gegentreffer zum 4:1 Endstand für den SVN, der letzte davon in der überlangen Nachspielzeit.
Fazit
Es ist ja nur ein Spiel ...
Aber dieses Spiel war heute trotz großartiger Leistung in der ersten Halbzeit nicht zu gewinnen. Müßig zu spekulieren, ob die Neuperlacher diese Partie auch ohne Unterstützung der 12. Männer für sich hätten entscheiden können.
Nachtrag vom 22.11.2009
Dass ein pfeifender Vertreter der Heimmannschaft seine Probleme hat, die Neutralität zu wahren, mag noch nachvollziehbar sein, wiewohl der letzthin vom FC Falke Markt Schwaben gestellte Schiedsrichter bewies, dass man seine Mannschaftsnähe sehr wohl für 60 Minuten Spielzeit vergessen kann und eine hervorragende Leistung ablieferte, die bisher alle Auftritte der BFV-Schiedsrichter in den Schatten stellte.
Ein Lob an alle Spieler, Trainer und die zahlreichen Taufkirchener Fans, die die offensichtliche Benachteiligung des eigenen Teams mit großer Sachlichkeit und Langmut hingenommen haben.
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